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Hund kastrieren: Ablauf, Vorteile und Risiken

Viele Halter fragen sich, ob sie ihren Hund kastrieren sollen. Eine pauschale Beantwortung dieser Frage ist jedoch kaum möglich. Denn der Eingriff hat sowohl Vorteile als auch Nachteile für den Vierbeiner. Um Ihnen bei Ihrer Entscheidung zu helfen, gehen wir in diesem Beitrag näher auf das Thema Kastration bei Hunden ein.

Wir erklären Ihnen, welche Unterschiede es beim Kastrieren zwischen Hündinnen und Rüden gibt, mit welchen gesundheitlichen Vorteilen es verbunden ist und worauf Sie bei der Ernährung Ihres kastrierten Hundes achten sollten.

Hund kastrieren: Unterschiede zwischen Hündinnen und Rüden

Hund kastrieren

Das Ziel der Kastration ist bei Hündinnen und Rüden natürlich das Gleiche. Das Tier soll sich nicht mehr fortpflanzen können. Allerdings unterscheidet sich der Eingriff bei den beiden Geschlechtern recht deutlich. Dem Rüden werden seine Hoden entfernt, während der Hündin die Eierstöcke entnommen werden.

Im Vorfeld der Kastration stellt der Tierarzt zunächst einmal sicher, dass keine gesundheitlichen Gründe gegen die Operation sprechen. Zudem darf der Hund 12 Stunden vor dem Kastrieren nichts mehr fressen. Der eigentliche Eingriff erfolgt bei beiden Geschlechtern dann unter Vollnarkose mit einer individuell angepassten Dosierung.

Die Kastration bei Rüden

Das Kastrieren eines Rüden ist (ähnlich wie die Sterilisation bei Menschen) vergleichsweise unkompliziert, da lediglich die Hoden entfernt werden müssen, um ihm seine Fortpflanzungsfähigkeit zu nehmen.

Zu diesem Zweck wird der Bereich des Eingriffs zunächst rasiert und desinfiziert. Dann werden der Hodensack aufgeschnitten, die Samenleiter abgeklemmt und die Hoden herausgenommen, bevor der Schnitt wieder verschlossen werden kann.

Die eigentliche Operation dauert ungefähr eine halbe Stunde. Bis der Hund nach dem Kastrieren wieder aufwacht, vergehen etwa ein bis zwei Stunden. Die Fäden können nach rund 10 Tagen gezogen werden.

Die Kosten für die Kastration eines Rüden sind recht überschaubar und liegen nur bei etwa 150 bis 200 Euro.

Die Kastration bei Hündinnen

Soll eine Hündin kastriert werden, muss der Schnittbereich zunächst ebenfalls rasiert und desinfiziert werden. Ist das erledigt, können der Bauch geöffnet und die Gebärmutter sowie die Eierstöcke vorgelagert werden. Nun werden die Eierstöcke abgebunden und entfernt, bevor die Gebärmutter wieder in ihre richtige Position gebracht werden kann.

Die Bauchdecke der Hündin muss nach dem Kastrieren in mehreren Schichten verschlossen werden. Für die inneren Nähte kommen selbstauflösende Fäden zum Einsatz, während die äußere Naht mit normalen Fäden, die wie beim Rüden nach etwa 10 Tagen wieder entfernt werden können, genäht wird.

Zum Teil werden beim Kastrieren einer Hündin nicht nur die Eierstöcke, sondern auch die Gebärmutter entfernt. Das ist zum Beispiel im Falle einer Kastration aufgrund einer Krankheit der Gebärmutter notwendig. Zudem ist es bei älteren und kranken Tieren oft zumindest sinnvoll.

Bei Hündinnen ist die Kastration aufwändiger als bei Rüden. Der Eingriff kann bis zu einer Stunde dauern. Das macht sich auch mit höheren Kosten von etwa 300 bis 400 Euro bemerkbar.

Warum eine Kastration bei Hunden sinnvoll sein kann

Obwohl das Hauptziel des Kastrierens von Hunden darin besteht, eine ungewollte Fortpflanzung zu verhindern, gibt es noch eine Reihe weiterer Argumente für den Eingriff. Dazu zählen unter anderem gesundheitliche Vorteile, die die Kastration bei beiden Geschlechtern mit sich bringt.

Vorteile des Kastrierens bei Hündinnen:

  • Kastrierte Hündinnen werden nicht mehr läufig (Blutungen und Verhaltensänderungen bleiben aus.).
  • Die Kastration kann einer Pyometra (Gebärmuttervereiterung) vorbeugen.
  • Eine entsprechend früh durchgeführte OP dient der Senkung des Brustkrebsrisikos.
  • Das Kastrieren trägt bei Hündinnen zur Senkung des Risikos für Tumore an der Milchleiste bei.

Vorteile des Kastrierens bei Rüden:

  • Kastrierte Rüden haben deutlich weniger Interesse am anderen Geschlecht.
  • Der Vierbeiner wird ruhiger und das übermäßige Markieren lässt nach.
  • Die Kastration dient der Vorbeugung von Hodenkrebs.
  • Das Risiko für Erkrankungen an der Prostata wird gesenkt.
  • Begegnungen mit läufigen Weibchen verlaufen entspannter.

Der richtige Zeitpunkt, um einen Hund zu kastrieren

Eigentlich ist es jederzeit möglich, einen Hund zu kastrieren. Ist der Vierbeiner bereits recht alt, birgt die OP jedoch mehr Risiken. Allerdings sollte der Eingriff auch bei sehr jungen Hunden nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden.

Denn eine zu frühe Kastration schränkt die Entwicklung des Tieres ein. Dadurch kann die körperliche und geistige Entwicklung des Hundes gestört werden. Rüden, die zu früh kastriert wurden, neigen darüber hinaus recht oft zu aggressivem Verhalten.

Generell gilt daher, dass Hündinnen vor dem Kastrieren zumindest einmal läufig gewesen sein sollten. Das ist je nach Rasse in einem Alter von sechs Monaten bis zu einem Jahr der Fall. Bei Rüden sollte mit der Kastration ungefähr bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres gewartet werden.

Mögliche Risiken der Kastration für den Hund

An sich ist die Kastration bei Hunden Routine. Gerade bei Rüden handelt es sich dabei ohnehin nur um einen kleinen Eingriff. Nichtsdestotrotz sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass eine Operation unter Vollnarkose immer ein gewisses Risiko birgt.

Zudem kommt es bei Hündinnen infolge des Kastrierens des Öfteren zu Inkontinenz. Bei Rüden ist das zwar auch möglich. Es ist jedoch nur vergleichsweise selten der Fall.

Die chemische Kastration als Alternative zur OP

Sogenannte Hormonchips sind eine mögliche Alternative für das Kastrieren von Rüden. Sie enthalten den Wirkstoff Deslorelin und werden unter die Haut des Vierbeiners gesetzt, wodurch dieser vorübergehend unfruchtbar wird.

Da der Hormonchip eine Reduzierung der Testosteron-Produktion zur Folge hat, haben chemisch kastrierte Rüden ebenfalls einen geringeren Sexualtrieb und werden meist merklich ruhiger. Die Wirkung des Hormonchips tritt nach wenigen Wochen ein und hält im Normalfall zwischen sechs und zwölf Monate an.

Die chemische Kastration kann zwar dem Hund die normalerweise notwendige Operation ersparen. Sie kann jedoch vor allem bei kleinen Hunden länger als gewollt wirken und in einigen Fällen sogar zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit führen. Zudem stellt sie natürlich keine Vorbeugung gegen ein Erkranken an Hodenkrebs dar.

Besonderheiten bei der Ernährung von kastrierten Hunden

Viele Halter sind sich nicht bewusst, dass die Kastration ihres Hundes eine Umstellung der Ernährung notwendig machen kann. Das liegt daran, dass die Sexualhormone des Tieres unter anderem auch den Stoffwechsel und den Appetit regulieren.

Bei kastrierten Hunden steigt der Appetit oft deutlich an, während der Energieverbrauch gleichzeitig sinkt. Als Halter sollten Sie nach der Kastration daher besonders darauf aufpassen, dass Ihr Hund nicht zu dick wird.

Allerdings wird es beim Tier vermutlich nicht gut ankommen, ihm künftig einfach nur weniger Futter zu geben. Stattdessen ist es wichtig, dass richtige Futter zu wählen und die Ernährung an die Bedürfnisse des Vierbeiners anzupassen.

Wir empfehlen Ihnen daher, den Bellfor Ernährungsberater zu nutzen. Das praktische Online-Tool hilft Ihnen dabei, das passende Futter für Ihren Hund zu wählen und berücksichtigt dabei auch Besonderheiten, wie zum Beispiel eine Kastration.

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Hund kastrieren - das Wichtigste auf einen Blick

Eine Kastration bringt viele Vorteile im Hinblick auf die Gesundheit und das Verhalten von Hunden mit sich. Gleichzeitig sind die Risiken des operativen Eingriffs relativ gering und die meisten Vierbeiner sollen sich ohnehin nicht fortpflanzen.


In den meisten Fällen ist das Kastrieren bei Hunden daher ohne Zweifel sinnvoll und sollte deshalb definitiv in Erwägung gezogen werden.


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